Astronomische Forschung in Meckesheim
Seit 2018 beteiligt sich die Volkssternwarte Meckesheim an internationalen Forschungsprojekten in Zusammenarbeit mit Profi-Astronomen. Was sich viele nicht vorstellen können: Für dieses Vorhaben benötigt man nicht immer große Teleskope auf entlegenen Bergen und ein abgeschlossenes Studium der Astronomie: Schon das bloße Auge genügt als empfindliches Messinstrument, um wichtige Beiträge zur Forschung zu leisten. Insbesondere hellere Objekte können mit der empfindlichen Instrumentierung von Großsternwarten nicht untersucht werden und gerade hier kommen Teleskope mit 8-40 cm Öffnung so richtig zur Geltung. Beispielsweise können von Meckesheim aus Objekte mit 20 mag nachgewiesen werden – das sind Sterne, die 10.000 Mal lichtschwächer sind als die schwächsten Sterne, die mit dem bloßen Auge am Nachthimmel zu erkennen sind.
Hinzu kommt, dass Amateure Ihre Teleskope bei jedem Wetter zu jeder Zeit zum Einsatz bringen können, während Beobachtungsstunden an Profi-Sternwarten lange im Voraus gebucht werden müssen und das Vorhaben im Vorfeld durch eine Kommission kritisch begutachtet werden muss. Das wissen die Profis und deshalb setzen sie vermehrt auf die Zusammenarbeit mit den Amateuren.
Mit unserer aktuellen Instrumentierung erforschen wir Phänomene der solaren Photo- und Chromosphäre, betreiben Photometrie und Spektroskopie veränderlicher Sterne und beteiligen uns an der Verifikation von Exoplaneten.
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Aktuelle Beiträge zu Forschungsthemen
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Weiterlesen - Partielle Sonnenfinsternis in Meckesheim am Dienstag, den 29.03.25Die Sonne wird am 29.03.25 bis zu 16% vom Mond bedeckt. Das seltene Ereignis beginnt um 11:21 MEZ mit dem Eintritt des Mondes und endet mit dem Austritt des Mondes vor der Sonnenscheibe um 13:00 MEZ. Um 12:10 MEZ werden knapp 16% der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Wir freuen uns auf Sie um dieses Ereignis…
Weiterlesen - Eine über 600.000 km lange Protuberanz gesichtetProtuberanzen sind Materieströme auf der Sonne, die besonders am Sonnenrand durch ihre bogenförmige Struktur im roten Licht der Hα-Linie beeindrucken. So auch geschehen am 5. September während einer spontan veranstalteten Sonnenbeobachtung. Ein Blick durch das 50 mm Hα-Teleskop am Sonnenturm der Sternwarte zeigte bei 13 mm Okularbrennweite eine aktive rote Sonne. Doch es waren nicht…
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