Seltene Möglichkeit der Beobachtung von Gaia – Publikation bei der ESA

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Seltene Möglichkeit der Beobachtung von Gaia – Publikation bei der ESA

Gaia ist ein Weltraumteleskop der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), das den gesamten Himmel hochgenau dreidimensional optisch durchmustert hat. Es ist spezialisiert auf Objekte der Magnituden 3 bis 21, weshalb die hellsten Sterne am Nachthimmel wie Sirius oder Alpha Centauri nicht erfasst wurden. Rund ein Prozent der Sterne der Milchstraße wurden dabei astrometrisch, photometrisch und spektroskopisch mit bisher unerreichter Genauigkeit erfasst. Neben der genauen dreidimensionalen Position wurden durch wiederholte Beobachtung auch die Bewegungsrichtung des Objekts bestimmt. Bei Objekten mit einer Magnitude von 16 oder heller wurde zusätzlich das Spektrum analysiert, woraus sich Radialgeschwindigkeit, Spektralklasse, Temperatur, tatsächliche Leuchtkraft und weitere Daten ermitteln lassen.

Die Gaia-Mission ist der wissenschaftliche Nachfolger der Hipparcos-Mission der ESA (1989–1993) und sollte letztlich bis zu 200-mal genauer die Positionen bestimmen, 10.000-mal mehr Objekte untersuchen und 100.000-mal mehr Daten produzieren als die Vorgängermission. Die Raumsonde befindet sich hierfür auf einem Lissajous-Orbit um den Sonne-Erde-Lagrange-Punkt L2 und ist daher eigentlich immer im Schatten der Sonne und somit unsichtbar für die Beobachter auf der Erde.

L2 rendering de

https://de.wikipedia.org/wiki/Gaia_(Raumsonde)

Dank des Beobachtungsaufrufes des Mitentwicklers von Gaia, Herr Dr. Ulrich Bastian konnte man im Zeitraum zwischen dem 15. Januar und dem 27. März 2025 Gaia von der Erde aus beobachten. In dieser Zeit fand eine Phase der Technologieerprobung statt. Am 15. Januar stellte Gaia die Himmelsbeobachtung ein, und seither wurden keine neuen Sterndaten mehr gewonnen. Die seitdem durchgeführten Technologietests zielen darauf ab, unser Wissen über die Raumsonde zu erweitern und können möglicherweise die Kalibrierungen von Gaia verbessern und bei der Vorbereitung künftiger Missionen helfen. Die Raumsonde Gaia wurde am Nachthimmel besser sichtbar, und die Hobbyastronomen waren eingeladen, Beobachtungen von der Raumsonde Gaia zu machen. https://www.cosmos.esa.int/web/gaia/ground-based-observations-of-gaia-spacecraft-2025

Gaia Esa screenshot

Es ist gelungen den kleinen 10m großen, 1,5 Mio-Kilometer von uns entfernten Sonnenschutzschirm des Satelliten Gaia mit einer nur 15,5mag Helligkeit abzulichten. https://www.cosmos.esa.int/web/gaia/ground-based-observations-of-gaia-spacecraft-2025#25janGermany

Gaia Andy

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